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KoKoBe

Rhein-Erft-Kreis: Beratungsnetz KoKoBe für Menschen mit Behinderung feiert fünfjähriges Bestehen

LVR finanziert rheinlandweites Beratungsangebot für Menschen mit geistiger Behinderung / KoKoBe im Rhein-Erft-Kreis beraten kostenlos und unabhängig / Neuer Service: Veranstaltungskalender für Menschen mit Behinderung

Köln/Rhein-Erft-Kreis. 1. Oktober 2009. Die Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstellen (KoKoBe) für Menschen mit geistiger Behinderung im Rhein-Erft-Kreis und das gesamte KoKoBe-Beratungsnetz im Rheinland feiern ihr fünfjähriges Bestehen. Am 1. Oktober 2004 hatten die ersten KoKoBe-Beratungsstellen ihre Arbeit aufgenommen, initiiert und finanziert durch den Landschaftsverband Rheinland (LVR). In sehr kurzer Zeit knüpfte der LVR ein flächendeckendes Beratungsnetz mit 83 KoKoBe in den 27 Städten und Kreisen des Rheinlandes. Ziel war und ist die Förderung des selbstständigen Wohnens und der besseren gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung.

Die sechs KoKoBe-Standorte im Rhein-Erft-Kreis (in Bergheim, Brühl, Elsdorf, Frechen, Hürth und Wesseling) bieten, wie alle anderen Anlaufstellen im Rheinland, fachlich qualifizierte, kostenlose und unabhängige Beratung und Unterstützung zu Fragen rund um die Themen Wohnen, Arbeiten und Freizeit. Dabei steht im Mittelpunkt, die Selbstbestimmung der Menschen mit Behinderung zu stärken und ihnen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. "In der Vergangenheit führte der Weg für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen meist automatisch ins Wohnheim, wenn sie nicht mehr bei den eigenen Eltern leben konnten. Um ihnen wie allen anderen Menschen die Möglichkeit zu geben, selbst zu entscheiden, wie, wo und mit wem sie leben und wohnen wollen, hat der LVR das selbstständige Wohnen mit ambulanter Betreuung ausgebaut", erläutert die LVR-Sozialdezernentin Martina Hoffmann-Badache. Als Unterstützung für ein solch selbstständiges Leben brauche es aber Anlaufstellen, die individuelle Beratung bieten, Tipps für die Freizeit geben und die verschiedenen Angebote in der Gemeinde koordinieren und vernetzen, so Hoffmann-Badache. "Genau das leisten die KoKoBe mit Erfolg", freut sich Hoffmann-Badache.

Im Rhein-Erft-Kreis lebten im Jahr 2004 rund 180 Menschen mit Behinderung, die Wohnhilfen erhielten, in der eigenen Wohnung; Ende 2008 waren es mit 540 dreimal so viele. Die KoKoBe haben entscheidend dazu beigetragen, dass an dieser Entwicklung zu mehr Selbstständigkeit und Lebensqualität auch Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung teilhaben konnten.

Zum fünfjährigen Bestehen bieten die KoKoBe im Rhein-Erft-Kreis einen neuen Service für Menschen mit Behinderung: den Veranstaltungskalender "Gemeinsam". Einmal im Quartal erscheint das Veranstaltungsheft mit Freizeit-Terminen und integrativen Angeboten; auch im Internet steht der Kalender zur Verfügung. Wie die Arbeit der KoKoBe, wird auch der Kalender vom LVR finanziert und fachlich begleitet.

Die Arbeit der KoKoBe vor Ort wird getragen von Zusammenschlüssen verschiedener Organisationen der Hilfen für Menschen mit Behinderungen. Im Rhein-Erft-Kreis haben sich die Arbeitsgemeinschaft für psychisch Kranke im Erftkreis, die Jugend- und Behindertenhilfe Michaelshoven, die Haus Rotbach gGmbH, die Lebenshilfe im Rhein-Erft-Kreis, die Perspektive Rhein-Erft-Kreis, der Verein für Körperbehinderte in den Kreisen Euskirchen und Erftkreis und der Verein "Werft" zusammengeschlossen.

Zum Beispiel Dirk S.: Mit der KoKoBe den Tag gestalten
Dirk S. ist ein KoKoBe-Besucher der ersten Stunde. Als der heute 35-Jährige vor fünf Jahren aus dem Brühler Wohnhaus für Menschen mit Behinderung in seine eigene Wohnung zog, hatte die KoKoBe gerade eröffnet. Die KoKoBe bot Dirk S. an, an einer Gruppe zum Wohntraining teilzunehmen und bereitete ihn damit gut auf das selbständige Wohnen mit ambulanter Unterstützung vor.
Seitdem besucht Dirk S. die KoKoBe regelmäßig. Gerne nutzt er das Freizeitbüro, in dem die KoKoBe gemeinsam mit ihren Nutzern Freizeitaktivitäten plant oder nimmt an der Kreativwerkstatt teil. Dank der KoKoBe fällt es Dirk S. leichter, seinen Tag zu gestalten und regelmäßig Freunde zu treffen.


Hier finden Sie die Kontakt-, Koordinierungs- und Beratungsstellen (KoKoBe) für Menschen mit geistiger Behinderung im Rhein-Erft-Kreis:

KoKoBe Bergheim
Van-Gils-Str. 10
50126 Bergheim
Telefon: 02271 / 9844 - 51
Fax: 02271 / 8377 - 833
E-Mail:kokobe-bergheim@werft-ev.de
Internet: www.kokobe-rhein-erft-kreis.de

KoKoBe Brühl
Liblarer Str. 10
50321 Brühl
Telefon: 02232 / 5795 - 51
Fax: 02232 / 5795 - 52
E-Mail:kokobe-bruehl@hausrotbach.de
Internet: www.kokobe-rhein-erft-kreis.de

KoKoBe Elsdorf
Oststraße 4
50189 Elsdorf
Telefon: 02274 / 9384 - 21
Fax: 02274 / 9384 - 22
E-Mail:kokobe@perspektive-rhein-erft-kreis.de
Internet: www.kokobe-rhein-erft-kreis.de

KoKoBe Frechen
Tulpenweg 2
50226 Frechen
Telefon: 02234 / 6972 - 13
Fax: 02234 / 6972 - 29
Internet: www.kokobe-rhein-erft-kreis.de

KoKoBe Hürth
Luxemburger Str. 313
50354 Hürth
Telefon: 02233 / 2018 - 19
Fax: 02233 / 2018 - 10
E-Mail:kokobe-huerth@web.de
Internet: www.kokobe-rhein-erft-kreis.de

KoKoBe Wesseling
Auf dem Sonnenberg 22
50389 Wesseling
Telefon: 02236 / 3342 - 97
Fax: 02236 / 3342 - 98
E-Mail:kokobe-wesseling@web.de
Internet: www.kokobe-rhein-erft-kreis.de

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