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Gasstreit und frostige Temperaturen lassen Absatz von Braunkohlenbriketts in die Höhe schnellen

Dauerfrost und Gasstreit lassen den Absatz von Braunkohlenprodukten in die Höhe schnellen. „Obwohl unsere Produktionsanlagen auf vollen Touren laufen, haben wir Mühe, die Nachfrage vollständig zu befriedigen“, erklärt Dr. Klaus Müller, Geschäftsführer der Rheinbraun Brennstoff GmbH und Leiter Veredlung bei RWE Power. „An dieser Entwicklung lässt sich auch deutlich erkennen, wie hoch der Stellenwert der Versorgungssicherheit für die Menschen ist“, so Müller weiter. „Viele Kunden nutzen ihren Kaminofen mit heimischen Braunkohlenbriketts nicht nur wegen der gemütlichen Wärme. Sie wollen auch eine Reserve haben für den Fall der Fälle.“

Hier leistet die Braunkohle einen wichtigen Beitrag. Nahezu 1,2 Millionen Tonnen Heizprofi-Briketts hat RWE Power 2008 an den drei Standorten Fortuna-Nord in Niederaußem, Wachtberg bei Frechen und Ville-Berrenrath bei Hürth hergestellt – ein Plus von 20 Prozent. Insgesamt werden jährlich mehr als vier Millionen Tonnen Veredlungsprodukte hergestellt. Als Alternative zu Erdgas oder zu Mineralöl verwendet eine Vielzahl industrieller Abnehmer im In- und Ausland von Asphaltmischwerken bis Zementfabriken den Brennstoff aus dem rheinischen Braunkohlenrevier. Grund: Die günstige Preissituation sowohl gegenüber Öl und Gas, aber auch innerhalb der festen Brennstoffe. „Die Braunkohle macht die Energieversorgung und damit auch die Wirtschaft weniger abhängig von importierten Energieträgern und ihren Preisrisiken“, erläutert Klaus Müller. „Das spürt man in solchen Zeiten ganz besonders.“ Das gilt natürlich auch für die Stromversorgung, dem Kerngeschäft von RWE Power. Auf Basis Braunkohle wurden 2008 rund 70 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt; deutschlandweit waren es 150 Milliarden. Damit stammt jede vierte Kilowattstunde Strom aus dem heimischen Energieträger.

Jeder dritte Haushalt verfügt über Kamin- oder Kachelöfen

Eine neue Mahlanlage, die im Herbst letzten Jahres am Veredlungsstandort Fortuna-Nord in Betrieb gegangen ist, stellt die Produktion von rund 500.000 Tonnen Braunkohlenstaub pro Jahr langfristig sicher. 24 Millionen Euro hat das Unternehmen in die sogenannte Walzenschüsselmühle investiert. Damit werden auch Arbeitsplätze gesichert. 1.500 Mitarbeiter sind an den Veredlungsstandorten von RWE tätig. Neben Braunkohlenstaub, Hausbrand- und Industriebriketts produzieren sie auch Wirbelschichtbraunkohle und Aktivkoks als Filtermaterial für den Umweltbereich.

Die gesteigerten Absätze bei Briketts für den Privathaushalt sind auch auf neue Vertriebswege zurückzuführen, die die Rheinbraun Brennstoff GmbH eingeschlagen hat. Längst ist der handliche Energieträger nicht mehr nur im klassischen Brennstoffhandel oder in Baumärkten, sondern auch in Supermärkten, Discountern, Tankstellen und im Versandhandel erhältlich. Durchgängig melden diese in diesen Tagen deutliche Absatzsteigerungen – an einigen Stellen werden sogar Wartelisten für Kunden geführt.

Parallel zum Absatz wächst die Zahl an Festbrennstoffgeräten wie Kamin- oder Kachelöfen, die in den privaten Haushalten betrieben werden. Inzwischen sind 14,8 Millionen dieser Geräte vorhanden; in jedem dritten Haushalt besteht damit die Möglichkeit, feste Brennstoffe zu verwenden.

Quelle: Lothar Lambertz, RWE Power Aktiengesellschaft, Unternehmenskommunikation/Energiepolitik

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