Eine wichtige Weichenstellung für RWE Power, aber auch für viele Menschen in der Region, stellte die Entscheidung des Braunkohlenausschusses für einen elf Quadratkilometer großen See, der dem Tagebau Inden folgen soll, dar. „Mit der einstimmigen Entscheidung pro See hat die Region einen großen Schritt getan, von dem Impulse für die Wirtschaftskraft, die Ökologie und die Lebensqualität ausgehen können. Sowohl für die Anwohner als auch für uns gibt es nun Planungssicherheit“, erläutert Hartung. RWE Power werde sich aktiv in die Gestaltung der Bergbaufolgelandschaft einbringen. Seit mehreren Jahren erfahren die Veredlungsprodukte sowohl im Privatkundensektor als auch im Industriekundengeschäft eine stetig steigende Nachfrage über die Grenzen Deutschlands hinaus. Angesichts der positiven Geschäftsentwicklung prüft RWE Power die Investition in eine weitere neue Walzenschüsselmühle, mit der Braunkohlenstaub hergestellt wird. Auch hier ist jedoch entscheidend, wie sich die Regelungen des europäischen Emissionshandels in diesem Marktsegment auswirken werden. Den hohen Stellenwert der heimischen Braunkohle nicht nur für die Versorgungssicherheit, sondern insbesondere auch für Wirtschaftskraft und Arbeitsplätze, unterstrich Erwin Winkel, Personalvorstand der RWE Power. Allein die Braunkohle im Rheinischen Revier sichert rund 35.000 Arbeitsplätze - über 11.500 bei RWE Power sowie weitere gut 23.000 durch Investitionen, Löhne, Steuern und Kaufkrafteffekte beziehungsweise Auftragsvergaben. Allein in 2008 hat RWE im Rheinischen Revier an 3.476 Unternehmen Aufträge in Höhe von mehr als 1,1 Milliarden Euro vergeben, eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 20 Prozent. „Ich denke, in Zeiten einer Wirtschaftskrise ist dies eine gute Nachricht. Und auch unsere Mitarbeiterentwicklung zeigt nach oben. Insgesamt beschäftigen wir 17.505 Mitarbeiter, 267 mehr als 2007“, so Winkel. Nach 2011 zeichne sich jedoch bedingt durch die Außerbetriebnahme von Altanlagen und das altersbedingte Ausscheiden von Mitarbeitern eine rückläufige Entwicklung der Beschäftigtenzahlen ab. Erfreulich ist auch das Bild bei der Ausbildung. Derzeit erlernen 888 junge Menschen bei RWE Power 20 Berufe. Der Großteil der Auszubildenden, 656, arbeitet im Rheinischen Revier. Mit 284 geplanten Einstellungen wird in diesem Jahr ein neuer Spitzenwert erreicht. Dies gilt auch für die Abschlussprüfungen. 98 Prozent der Auszubildenden haben im letzten Jahr ihre Prüfung bestanden. Einen weiteren Tätigkeitsschwerpunkt sieht Winkel im Arbeitsschutz. So ging die Zahl der Arbeitsunfälle von 2004 bis 2008 um über 40 Prozent zurück. „Trotzdem sind uns die 7,1 Unfälle pro eine Million geleistete Arbeitsstunden aus dem Vorjahr noch zuviel. Als Nachfolger unserer mehrfach ausgezeichneten Arbeitssicherheitskampagne legen wir daher unter dem Titel „sicher voRWEg“ ein neues Programm auf“, erläutert der Personalvorstand. Hierdurch soll die Quote der Arbeitsunfälle bis 2012 auf unter drei pro eine Million geleistete Arbeitsstunden sinken. Quelle: Presse RWE AG, Presse RWE Power, Stephanie Schunck, André Bauguitte Fotos: BMTV Regionalfernsehen |