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Kreissozialamt startet Modellprojekt mit präventiven Hausbesuchen
Im Frühjahr 2017 hat der Kreisausschuss des Rhein-Erft-Kreises beschlossen, ein Programm unter dem Titel „Präventive Hausbesuche für Seniorinnen und Senioren“ zu entwickeln. Ziel der Hausbesuche ist der Erhalt einer möglichst langen selbständigen Lebensführung älterer Menschen in der eigenen häuslichen Umgebung.

Die präventiven Hausbesuche verfolgen keinen pflegerischen Ansatz. Sie dienen dazu, die Seniorinnen und Senioren über bestehende Beratungs- und Unterstützungsangebote zu informieren, die in der jeweiligen Lebenssituation Hilfe beim Leben in den eigenen vier Wänden anbieten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sozialämter und Wohlfahrtsverbände machen täglich die Erfahrung, dass ältere Menschen nicht die Möglichkeit haben, sich einen umfänglichen Überblick über Unterstützungsangebote zu verschaffen. Diesem Missstand wird mit den Hausbesuchen abgeholfen.

Nach der Planungsphase im vergangenen Jahr starten mit dem Jahresbeginn 2018 die eigentlichen Hausbesuche. Das Modellprojekt wird zunächst in Wesseling stattfinden. Aus organisatorischen Gründen werden die Hausbesuche nacheinander in den Stadtteilen angeboten.

Eine zweite kreisangehörige Kommune soll nach aktuellen Planungen im Laufe des Jahres ebenfalls in die Versuchsphase einbezogen werden. Der Kreistag hat dem Kreissozialamt als Koordinierungsstelle insgesamt 45.000 Euro für Planung und Durchführung zur Verfügung gestellt. Die Hausbesuche selbst werden von der Diakonie Michaelshoven durchgeführt, die dafür eine Mitarbeiterin abstellt.

Ein vergleichbares Konzept wird seit zwei Jahren auch in Köln angeboten und wurde nach positiven Erfahrungen bereits ausgebaut. Die Kontaktaufnahme zu den Seniorinnen und Senioren erfolgt unkompliziert: Alle Wesselinger, die älter als 75 Jahre sind, werden postalisch angeschrieben und sukzessive über das Angebot informiert.

Ansprechpartnerin bei der Diakonie ist Heike Kellersohn. Die Beratung durch Frau Kellersohn ist kostenlos und unterliegt der Schweigepflicht. Der Hausbesuch kann telefonisch, per Mail oder mit einer schriftlichen Antwortkarte vereinbart werden. Neben der reinen Beratung erfolgt bei den Hausbesuchen auch die gezielte Vermittlung an jene Stellen, die in der individuellen Lebenslage der Seniorinnen und Senioren das Wohnen im eigenen häuslichen Umfeld mit konkreten Hilfestellungen erleichtern.

Der Kreis erhofft sich von dem Projekt, dass dem Wunsch der älteren Bevölkerungskreise, möglichst lange zu Hause und im gewohnten Umfeld zu leben, entsprochen werden kann.

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